Von den Gottesdienstbesucher*innen weitgehend unbemerkt vollzieht sich nun schon seit Anfang des Jahres die Restaurierung der historischen Orgel in unserer Beverstedter Fabian-und-Sebastian-Kirche.
Diese bedeutende Orgel hat eine wechselvolle Geschichte. Um 1600 sind ihre ältesten Bestandteile gefertigt worden. 1709 wurde sie durch den berühmten Orgelbauer Arp Schnitger erneuert. Beim Kirchenbau 1851 wurden vom Orgelbauer Tappe aus Verden Teile dieser Orgel für einen Neubau weiterverwendet. Im 20. Jahrhundert wurde die Orgel dann mehrfach verändert.
Nun machte „Bleifraß“ (eine Art Korrosion vergleichbar dem Befall durch Rost) unseren Orgelpfeifen zu schaffen und droht gerade die historischen - noch von Arp Schnitger geschaffenen - Pfeifen unwiederbringlich zu zerstören. Auch darüber hinaus waren an den Registern so manche Schäden zu beheben, und die Orgel bedurfte dringend einer Grundreinigung. So war eine Restaurierung unumgänglich, um die Orgel für die Zukunft zu retten.
Seit Jahresbeginn wird die Restaurierung nun durch den Leeraner Orgelbauer Martin ter Haseborg („Orgelbau in Ostfriesland“) durgeführt. Dabei ging der Orgelbauer bisher so vor, dass er die betroffenen Orgelpfeifen nach und nach ausbaute und in seiner Werkstatt in Leer restaurierte. Dadurch blieb die Orgel – wenn auch eingeschränkt – weiter spielbar und konnte im Gottesdienst erklingen. So blieben für die Gemeinde die Arbeiten weitgehend unbemerkt. Seit Mai aber werden nun auch die anderen Bereiche der Orgel überarbeitet. Die Klaviatur ist bereits ausgebaut, und die Orgel ist somit bis in den Juli hinein nicht spielbar. So wird unser E-Piano stattdessen zu hören sein. Im Juli – so ist geplant – werden dann die Arbeiten abgeschlossen sein. Dann kann unsere Orgel wieder mit vollem Klang erschallen.
So unbemerkt diese Arbeiten bisher vonstattengehen konnten, sie hatte einen langen Vorlauf: Das begann mit der Feststellung und Dokumentation der Schäden durch unseren Kirchenkreiskantor und Orgelrevisor Timo Corlies. Es folgte die Auschreibung, an der verschiedene Orgelbaufirmen beteiligt waren, bis zur Auftragsvergabe. Zuvor musste die Finanzierung des Projekts mit seinem Kostenvolumen von ca. 55.000, - € abgesichert werden. Dies gelang vor allem mit der Förderung durch die Landeskirche Hannovers und die Mittel der „regionalen Landentwicklung“ der Europäischen Union (die sogenannten „Leader-Mittel“). Großzügige Unterstützung zugesagt hatten uns darüber hinaus drei Stiftungen: neben unserer eigenen Kirchenstiftung die Marion-Köser-Stiftung in Lunestedt und die Kulturstiftung der Weser-Elbe-Sparkasse. So konnten die Arbeiten beginnen.
Trotzdem verbleibt am Ende für unsere Dreieinigkeitsgemeinde ein Eigenanteil von voraussichtlich ca. 9.000, - €, den wir schultern müssen. Dafür bitten wir um Ihre Unterstützung.
Helfen Sie mit, unsere historische Beverstedter Orgel für die Zukunft zu sichern, damit sie auch weiter erklingen kann in unseren Gottesdiensten und Konzerten!
Bankverbindung Gesamtkirchengemeinde
Kontoinhaber: Ev.-luth. Kirchenkreisverband Elbe-Weser
WESPA: DE06 2925 0000 0110 0114 22
Stichwort: „6730 Spende Orgel Beverstedt“